Rezensionen und Interviews

Interview der Journalistin Sonja Schnoegel mit Christine Ax in der Österreichischen Zeitschrift LebensArt hier.. 

Essay über Könnensgesellschaft in den "GDI Impulse" des Gottwald Duttweiler Instituts, Schweiz ..hier 

Brand Eins schreibt über die Könnensgesellschaft folgendes: Ein paar Indizien sprechen dafür. Denn für das Ehrenamt (in der geläufigen Definition: freiwillige und unentgeltliche Arbeit zugunsten Dritter, die im organisierten Rahmen stattfindet) ist charakteristisch, dass es sich weitgehend mit dem deckt, was man "gute Arbeit" nennen könnte: "Arbeit in Freiheit und Selbstbestimmung. Arbeit an der eigenen Vollkommenheit und dem Können. Handeln in Harmonie mit ethischen Prinzipien. Dauerhaftigkeit und Wertigkeit der Arbeit und des Werkes", so fasst es die Hamburger Sozialwissenschaftlerin Christine Ax zusammen, die sich als Autorin und Beraterin am Berliner Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften ausgiebig mit Netzwerken regionaler Ökonomie befasst hat (siehe brand eins 09/2006: " Jenseits des Tellerrands"). 

Das Schweizer Portal für Arbeitsmarkt www.arbeitsmarkt.ch schreibt Die Philosophin und Ökonomin Christine Ax fordert in ihrem neuen Buch einen Umbau der Wirtschaft und ein anderes Verständnis von Arbeit – weg von der Wissens- hin zu einer Könnensgesellschaft.«Die Arbeit als wichtigstes kulturelles Vermögen der Menschheit muss von den Zwängen eines Systems befreit werden, das keine sozialen und ökologischen Grenzen kennt und akzeptiert.» Christine Ax fordert in ihrem aktuellen Buch «Die Könnensgesellschaft» ein Umdenken im Umgang mit Arbeit. Unter dem Titel «Warum gute Arbeit reich macht. Von der Wissensgesellschaft zur Könnensgesellschaft» sprach die Philosophin und Ökonomin im Rahmen des Januarapéros im «Lernwerk» in Baden. «Lernwerk» ist ein unabhängiger Verein, der sich für die Integration auf dem Arbeitsmarkt stark macht.
Die vollständige Renzension
hier...
 

Thomas Schnelling schreibt in einer Beilage der Schweizer Zeitschrift Treffpunkt - das Magazin des Katholischen Arbeitnehmerbundes in der Schweiz  in der Beilage "geistig-ethische Krise und Wachstums-Denkfehler überwinden": "Schon 1997 sah der liberale Vordenker Dahrendorf als massive Gegentendenz zur Globalisierung: eine «entschiedene Wendung hin zu kleineren Räumen », einen neuen «Regionalismus». Den die Ökonomin und Philosophin Christine Ax 2009 in ihrem faszinierenden Plädoyer für eine «Ökonomie der Nähe» und ein nachhaltiges Unternehmertum konkretisierte: Bringt ein solches Unternehmertum individuell angepasste,regional rückgebundene Produkte auf den Markt, zusammen mit Wachstumsrücknahme und einem «Bedingungslosen Grundeinkommen », so sei dies ein produktiver Ausweg aus der heutigen Krise, welche die ökologischen und sozialen Lebensgrundlagen zerstört. Das aber kann nur gelingen, wenn der Mensch zu sich selber zurückfindet: in einer Arbeit, die auf Freiheit und Selbstbestimmung beruht. In einer Arbeit, die auf Könnerschaft beruht, auf praktischemWissen und menschlicher Erfahrung – im Dienst am Leben und an der Gemeinschaft. Den vollständigen Text finden Sie hier..  

Forum Umweltbildung Wien (Hg), Umwelt und Bildung 4/09:
Alle reden von der Wissensgesellschaft. Christine Ax geht einem Schritt weiter. Sie hinterfragt die vorschnelle Euphorie über die neue wissensbasierte Gesellschaft und stellt dieser eine Gesellschaft der Fähigkeiten bzw. Befähigung - also die Könnensgesellschaft - entgegen. ... Ein Ziel für das es sich allemal lohnt, gemeinsam zu arbeiten. Link zu Umwelt und Bildung hier..

Dr. Friedrich Hinterberger, Präsident des Sustainable European Research Institute in Wien:
Das neue Buch von Christine Ax. „Es kann heute nicht mehr darum gehen, Arbeit überflüssig zu machen und zu rationalisieren. Wir brauchen einen Übergang in eine Wirtschaft, die es möglichst vielen Menschen erlaubt, Arbeit unter den Bedingungen der Freiheit zu leben.“ Das Buch spannt den Bogen von kulturwissenschaftlichen Betrachtungen zur guten, qualitätsvollen Arbeit bis zur “Nachhaltigkeit” neuen Stils. “A must read!” 

Die Internet Plattform www.eco-world.de schreibt hier..

Die Könnensgesellschaft als Buchtipp auf www.handwerk.com

Die Könnensgesellschaft Besprechung auf Dialogus

Ralf Grötker in: "Zur Belohnung unbezahlt" brand eins 2009/09 S.122-123 

'Ist es also die Erwerbsarbeit, die Grundlage der Industriegesellschaft, zum sinnlosen Broterwerb verkommen? Und das Ehrenamt das Ideal einer Arbeit, die ihren Lohn in sich selbst trägt? Ein paar Indizien sprechen dafür. Denn für das Ehrenamt (in der geläufigen Definition: freiwillige und unentgeltliche Arbeit zugunsten Dritter, die im organisierten Rahmen stattfindet) ist charakteristisch, dass es sich weitgehend mit dem deckt, was man "gute Arbeit" nennen könnte: "Arbeit in Freiheit und Selbstbestimmung. Arbeit an der eigenen Vollkommenheit und dem Können. Handeln in Harmonie mit ethischen Prinzipien. Dauerhaftigkeit und Wertigkeit der Arbeit und des Werkes", so fasst es die Hamburger Sozialwissenschaftlerin Christine Ax zusammen, die sich als Autorin und Beraterin am Berliner Institut für zukunftsfähiges Wirtschaften ausgiebig mit Netzwerken regionaler Ökonomie befasst hat (siehe brand eins 09/2006: "Jenseits des Tellerrands"). Ax hat der Idee der "guten Arbeit" ein dieser Tage erschienenes Buch gewidmet. "Die Könnensgesellschaft" lautet der Titel, und darin ist viel von "Slow Work" und dem zu Unrecht schlechten Stand handwerklicher Arbeit in der Wissensgesellschaft die Rede. "Es kann heute nicht mehr darum gehen, Arbeit überflüssig zu machen und zu rationalisieren", schreibt Ax. "Das Gegenteil ist der Fall. Wir brauchen einen Übergang in eine Wirtschaft, die es möglichst vielen Menschen erlaubt, Arbeit unter den Bedingungen der Freiheit zu leben."
Interviews:

Christine Ax im Interview mit ver.di PUBLIK
Christine Ax im Interview mit der taz

Hans Holzinger in: PRO ZUKUNFT 2009/3

PRO ZUKUNFT wird von der Robert-Jungk Bibliothek für Zukunftsfragen, Salzburg herausgegeben und versteht sich seit 1986 als „Navigator durch die aktuellen Zukunftspublikationen“. Jährlich werdenca. 50 Neuerscheinungen vorgestellt.

Von der Wissens- zur Könnensgesellschaft
Der Titel dieses Buches ist bewusst gewählt. Während alle von der Wissensgesellschaft reden, geht Christine Ax einen Schritt weiter. Sie hinterfragt die vorschnelle Euphorie über die neue wissensbasierte Gesellschaft und stellt dieser eine Gesellschaft der Fähigkeiten bzw. Befähigung – also die Könnensgesellschaft – entgegen. Dabei lehnt die Autorin selbstredend Wissen nicht ab, sondern geht über dieses hinaus: „Könnerschaft erwächst aus dem Handeln. Wissen ist ein Teil und Voraussetzung von Können. Können ist eine praktische
Form des Wissens.“ (S. 34) Könnerschaft erfordere sehr viel Wissen, jedoch „ein an Erfahrung gesättigtes, auf Erfahrung beruhendes Wissen.“ (S. 35) Und anders als für Wissen gebe es für Können immer einen Beweis: „das Handeln“ (ebd)..
Ist das Prinzip Industrie am Ende und wer zahlt die Zeche der Krise?
„Rückwärtsgewandte Sozialromantik“ könnte man einwenden, war es doch gerade die industrielle Produktionsweise, die unseren materiellen Massenwohlstand ermöglicht hat. Ja, das stimmt. Doch die Autorin kritisiert auch diesen als entfremdend: „Eine Gesellschaft, die Menschen ´produziert´, die nichts mehr können (dürfen) außer konsumieren, fühlt sich ärmer als viele ´arme´ Gesellschaften.“ (S. 27f) So sieht Ax in einem postindustriellen (und postfossilen) Wirtschaften auch die attraktivste und obendrein einzig nachhaltige Zukunftsstrategie. „Das Prinzip Industrie ist am Ende“ meint sie pointiert (S. 109). Dass wir heute an die Grenzen des Wachstums stoßen, sei „so gesehen das Beste, was uns widerfahren kann. Die Krise ist die Chance.“ (S. 24) Ax lässt es dabei nicht mit Appellen etwa an Konsumverzicht bewenden, sondern sie fordert politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die einen Weg in nicht entfremdende Arbeit ermöglichen.. 
Resümee: Ein radikales, wichtiges Buch
Ein „anderes Produzieren“ unserer Güter und eine andere „Kultur ihres Gebrauchs“ greift demnach viel weiter als die gegenwärtig praktizierten „Konjunkturbelebungspakete“, die auf noch mehr Globalisierung, Mengenwachstum und Exportorientierung
setzen, ohne die destruktiven Tendenzen des von Großkapital und Großunternehmen getriebenen Systems zu hinterfragen. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ax ist für Unternehmertum, aber für eines, das für die lokalen Bedürfnisse produziert und sinnvolle Arbeit ermöglicht. Aus dem ökologischen und sozialen Dilemma gibt es ihrer Meinung nur einen Ausweg „gute Arbeit, gute Produkte und eine nachhaltige Wirtschaft von unten“ (S. 259). Ein Ziel, für dass es sich allemal lohnt, gemeinsam zu arbeiten! 

Dr. Sabine Wilp, Handwerkskammer Hannover 

Christine Ax, eine der profiliertesten Handwerksforscherinnen im deutschsprachigen Raum, hat ein neues Buch herausgebracht. „Die Könnensgesellschaft“ ist es überschrieben, ein Titel, den die Autorin ganz bewusst gewählt hat, um der immer wieder beschworenen wissensbasierten Gesellschaft ein starkes Signal entgegenzusetzen.In ihrem Buch wendet sich Ax gegen die für die industrielle Produktionsweise so typische, in monotone Einzelschritte zerlegte, sinnentleerte Arbeit und setzt sich entschieden für eine neue Philosophie von Tätigsein ein, bei der Arbeit mehr ist als bloßer Broterwerb. Ihr geht es darum, eine Lanze zu brechen für eine Arbeit, die „gut“ ist und sich wirklich lohnt. Für eine Arbeit, die auf Könnerschaft beruht, auf praktischem Wissen und Erfahrung. Für eine postindustrielle, neoanaloge Form von Arbeit, die nicht entfremdet ist, sondern ihren Sinn in sich selbst findet und Selbstverwirklichung ermöglicht.
Am ehesten sieht Christine Ax diese Form der Arbeit noch im Handwerk verwirklicht. Das mag auf den ersten Blick wie ein Rückfall in vorindustrielle Zeiten und damit allen kritiklos Zukunftsgläubigen höchst verdächtig und höchst altmodisch erscheinen. Aber Ax macht auf überzeugende Weise deutlich, dass die Massenproduktion ein irrsinniges Wirtschaftsprinzip ist, weil ein hoher Prozentsatz der Produkte niemals einen Abnehmer findet
und entsorgt werden muss, und dass das Credo vom Wirtschaftswachstum um jeden Preis zunehmend unsere Lebensgrundlagen zerstört.Sie fordert stattdessen eine Ökonomie der Nähe und ein nachhaltiges Unternehmertum, das individuelle, maßgeschneiderte und regional verankerte Produkte auf den Markt bringt. Und sie führt eine Fülle von Beispielen als Beleg dafür an, dass eine solche Art des Wirtschaftens an vielen Stellen in Europa bereits erfolgreich umgesetzt wird. Für sie steht fest, dass es aus dem ökologischen und sozialen Dilemma, in dem wir uns heute befinden, nur einen Ausweg gibt: „gute Arbeit, gute Produkte und eine nachhaltige Wirtschaft von unten“. „Die Könnensgesellschaft“ von Christine Ax ist ein kluges Buch, ein gut geschriebenes, für jeden verständliches Buch, ein radikales Buch mit einer deutlichen Vision, das viele Leserinnen und Leser finden sollte.Doch wie weiter, wie herauskommen aus einer derart verfahrenen Situation? Christine Ax fordert ein neues Wertebewusstsein: weg vom reinen Konsum, hin zum kreativen Schaffen. Im Mittelpunkt steht für sie, dass «die Wirtschaft der Arbeit ihre Würde zurückgibt». Es brauche einen Umbau der Wirtschaft, und zwar vom Kopf auf die Füsse. Sinnbild für diese selbstbestimmte Arbeit sind die Handwerker: Ihr bewusster Umgang mit dem, was sie machen, erweitert ihr Tun um eine soziale und spirituelle Dimension und erlaubt ihnen, «unabhängig von Erwerb und Konsum als Individuen wirklich zu werden».Zunächst müssten die Rahmenbedingungen für selbstbestimmte Arbeit geschaffen werden, um die Arbeitsgesellschaft in eine neue soziale und ökologische Balance zu bringen. Unter den heute diskutierten Reformvorschlägen hält Ax dafür das bedingungslose Grundeinkommen am ehesten geeignet. Das bedingungslose Grundeinkommen sieht vor, dass jeder Bürger vom Staat eine gesetzlich festgelegte und für jeden Bürger gleiche finanzielle Zuwendung erhält, für die keine Gegenleistung erbracht werden muss. Das bedingungslose Grundeinkommen – oder «negative Einkommenssteuer», wie es der Ökonom Milton Friedman nannte – sei ein gangbarer und inzwischen weitherum akzeptierter Weg, um allen Menschen einer Gesellschaft ein Leben in Würde zu ermöglichen. Angesichts der hohen Produktivität unserer Wirtschaft sei die Vollbeschäftigung ohnehin ein Mythos. 

www.ergo-in-vivo.de schreibt über die Könnensgesellschaft hier...

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